Abschied: Unser langjähriger Vereinsvorsitzender und Mitvater des Gestaltungsprinzips Bauen für Geborgenheit, Eduard Wisgalla, geboren am 8. April 1933, ist am 3. September 2017 im Krankenhaus in Rummelsberg verstorben. Wir alle haben einen väterlichen Freund verloren.


Eduard Wisgalla war ein tatkräftiger Mensch, der in sich die Sehnsucht nach Heimat, Beheimatung, Friede und Demokratie trug, und mit großer Beharrlichkeit diese Werte unserer Gesellschaft benachteiligten Menschen, Bewohnern von Heimen, zukommen ließ.

Einer der Lieblingssätze von Eduard

"Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben, und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer."  (Antoine de Saint Exupery)

Genauso haben wir uns getroffen damals, 1986 ... er war damals dabei, ein Team für ein Forschungsprojekt zusammen zu stellen, er hat Begeisterung geweckt zuallererst, und dann hat er Männer zusammengetrommelt, Holz und viel Geld, vom Bayerischen Sozialministerium und der  Stiftung Deutsche Jugendmarke beschafft, ein Forschungsprojekt-LeitungsTeam zusammengestellt. In der Sehnsucht nach guten Rahmenbedingungen für die Pädagogen, der er selbst ja einer war – denn er als Diakon war, vor seiner Funktion als Jugendhilfereferent Heimleiter in Traunreut und Altdorf – und kannte das Geschäft von der Pike an.  

Immer wieder sagte er uns: Ausgangspunkt waren Pädagogen, die immer wieder sagten, "Das Haus, die Räume sind gegen meine pädagogische Arbeit." Seine Antwort: "Da müssen wir etwas tun."

Eduard, geboren 1933 in Niederschlesien, 1945 (12jährig) geflüchtet, war da schon seit etlichen Jahren Jugendhilfereferent für Bayern im Diakonischen Werk Nürnberg. Die Erfahrung der Flucht, des Heimatverlustes, machte ihn sensibel, nachdenklich und dann tätig für bzw. gegen das Leid anderer.

"Der gestaltete Raum als Lebenshilfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene", bei dem Eduard als Projektmanager, als unentbehrliche Schaltstelle wirkte, war 

ein interdisziplinäres Forschungsprojekt von 1986 bis 1991, getragen von der Diakonie in Bayern, finanziell und ideell gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung und der Stiftung Deutsche Jugendmarke. Aus diesem Forschungsprojekt entwickelte sich später "Bauen für Geborgenheit, Förderverein Würzburger Modell e. V.".

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Die fachübergreifende Projektleitung (von links nach rechts)

  • Birgit Fuchs (spätere Reinhart), Schreinerin, Lehrerin
  • Wolfgang Mahlke, Universitätsprofessor (Kunst- und Sonderpädagogik)
  • Eduard Wisgalla, Schreiner, Diakon, Jugendhilfereferent
  • Peter Reinhart, Architekt
  • Rudolf Hansen, Psychologe

 

Der – hier nur kurzgefaßte – Forschungsauftrag

  • Planung + Umbau von sechs Wohngruppen in Jugendhilfeeinrichtungen in Bayern.

  • Untersuchung der (heil)pädagogischen Wirkung von Räumen auf ihre Bewohner und die in ihnen wirkenden pädagogischen Mitarbeiter, daraus resultierende Verhaltensweisen in den (un)gestalteten Räumen, zeitlich gegliedert in – vor dem Umbau – während des Umbaus – nach dem Umbau. Hierzu wurden stets zeitnah Erhebungsbögen der Heimwohngruppen ausgewertet. Es sollten verbindliche Aussagen zum Wert der räumlichen Umgebung für die Pädagogik herauskommen.

  • Festhalten und Dokumentation von Iststanderhebebung, Erstberatung, Planungsprozeß mit den pädagogischen Leitungen, Grundlagenseminar für die pädagogischen Mitarbeiter, handwerklichem Ausbau (mit Arbeitsgruppenleitern, pädagogischen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, Interessierten) – durch 4 (jährliche) Zwischenberichte, Abschlußbericht, Foto- und Videodokumentation, Ausstellungsbildtafeln,  Abschlußveranstaltung.

Im Abschlußbericht des Forschungsprojektes von 1991 (der Name hatte sich inzwischen in "Heim für Kinder – Gestaltete Räume als fördernde Umwelt" erweitert) wird u. a. Folgendes konstatiert

Aus etlichen, am Anfang verwendeten, Gegensatzpaaren, entwickelten sich zumindest 5 als "menschliche Grundbedürfnisse" heraus (Geborgenheit, Stabilität, Aktivität (zu der auch Bewegung gehört), Nähe und Distanz, Struktur).

  • Es gibt in pädagogischen Einrichtungen von der Raumgestaltung her "Mangelerscheinungen", Mangel an Geborgenheit, an Stabilität, an konstruktiver Aktivität, an individueller Entwicklung, an Gemeinschaftsfähigkeit, an Struktur, an Schönheit – mit den entsprechend negativen Verhaltensweisen der Bewohner.

  • Es gibt dazu pädagogische Lösungswege, indem Pädagogen, also Menschen Geborgenheit vermitteln, in der Beziehung zum Kind Stabilität ausstrahlen, vorbildhaft tätig und aktiv sind, durch ihr Verständnis der Anvertrauten deren Individualität fördern, damit sich Gemeinschaftsfähigkeit bilden kann, durch ihre eigene innere Struktur die innere Strukturiertheit der Schutzempfohlenen, und damit deren Orientierung voranbringen.

  • Es gibt architektonische, gestalterische Lösungswege, indem pädagogisch genutzte Häuser und Räume die menschlichen Grundbedürfnisse materiell anbieten. Häuser und Räume, in denen "sozial Betreute" sich geborgen fühlen, die notwendige Stabilität spüren, Anreize zum Tätigwerden vorhanden sind, die gleichzeitig Rückzug und Gemeinschaft mit anderen Personen zulassen. Wie auch durch überlegte Struktur und angestrebte Schönheit dem Normalisierungsprinzip Rechnung getragen werden kann.

  • Durch Nutzung der pädagogischen, wie der gestalterischen Lösungswege verbessert sich das Sozial- u. Lernverhalten der Bewohner spürbar und nachhaltig.
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Abschlußbericht des Forschungsprojektes 1991.

 

Die Inhalte und Ergebnisse dieses Forschungsprojektes "Der gestaltete Raum als Lebenshilfe" blieben Eduard von da an sein Herzensthema, sein langes Leben lang. Auch in seinem (Un)Ruhestand ab 1997.

Der dritte von Eduards Lieblingssprüchen: "Laß die Welt ihr Wesen treiben, dies Haus soll meine Ruhstatt bleiben "– da sprach natürlich die Erfahrung der Flucht als Jugendlicher mit. Und diese Ruhstatt, eine gedeihliche Umgebung für andere Menschen, Betreute und Pädagogen, mit zu schaffen, das war seine innerliche Aufgabe – sie ging über den Begriff Beruf hinaus, es war eine Berufung für ihn, auch als Pensionist.

Zupackend, pragmatisch und fördernd, das blieb er auch nach 1997, als 1. Vorsitzender des Vereines "Bauen für Geborgenheit" bis Ende 2013 (da war er inzwischen über 80 Jahre alt) – und seinen anderen Interessenfeldern – Theologie, Pädagogik, Handwerk, Architektur, der Musik eng verbunden, – und immer – dem Menschen, dem gemeinsamen Tun, dem Erschaffen, Verbesserungen bewirken. Er war und blieb, auch als Rentner, ein wirklich Anspornender.

Die Vereinsrechte als Nachfolger des Forschungsprojektes sind seinem Wirken zu verdanken. Es fanden viele gemeinsame Projektbesuche und -reisen in der BRD und in österreich mit ihm zusammen statt. Lange Zeit blieb er Verbindungsglied z. B. zum bayerischen Sozialministerium, zu Regierungsstellen in Ansbach, zu diakonischen und anderen kirchlichen und staatlichen Stellen. Zurecht erhielt er für sein Lebenswerk den Bundesverdienstpreis. Er wurde Autor und Coautor von Fachbeiträgen in Büchern, Autodidakt am Computer, aber vor allem war er uns immer ein fördernder, väterlicher Freund – ein Vorbild, und über lange Zeit immer voller Tatkrat und Gestaltungswillen.

Eduard hat die wegweisenden Sätze von

Maria Montessori "Der vorbereitete Raum."
Hugo Kükelhaus "Erfahrungsfeld der Sinne."
Loris Malaguzzi "Der Raum als dritter Pädagoge."


zutiefst verinnerlicht, im Sinne von Janusz Korczak über die Rahmenbedingungen der Pädagogik nachgedacht, das Wort seines Freundes und Kollegen Wolfgang Mahlke "Der Mensch lebt nicht in der Fassade." in eine für uns umsetzbare Praxis – Ziel ist die pädagogische Architektur - überführt. Er hat mit seinem unermüdlichen Wirken, seiner Beharrlichkeit und seinem sozialen Engagement ungezählten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Pädagogen - die Sehnsucht nach Beheimatung in pädagogischen, sozialen Einrichtungen mit erfüllt. Es war sicher auch seine eigene Sehnsucht nach der "Ruhstatt", nach Beheimatung. Das war wirkliche, gelebte Nächstenliebe und Zuneigung.

Der Verein Bauen für Geborgenheit, seine Mitglieder und ich nehmen in Dankbarkeit und Ehrerbietung Abschied von unserem Förderer, Freund und Wegbegleiter Eduard Wisgalla.

Der Tod ist auf Erden eine endgültige Wegmarke, ab da bleibt uns nur die Erinnerung.

Doch auch Hoffnung.

Ein letztes Zitat aus dem Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse:

"Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden 
wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde."

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Traueranzeige für Ralf Wisgalla
Tischlermeister (7. Juli 1964 bis 3. Mai 2017)


Mit Ralf Wisgalla habe ich oft gelacht. Wir lernten uns damals, 1987, bei der Umbauaktion des Forschungsprojektes "Heim für Kinder, der gestaltete Raum als Erziehungshilfe"  in Eschenloh bei Landshut kennen, als zwei Arbeitsgruppenleiter.

Ralf machte sich, auf meine Anregung hin, 1992, nach einem Umbau in Augsburg, als Tischler selbständig, zusammen mit Steven Samson, Altdorf, einige Jahre später wurde daraus die Firma SWS Holzbau, Altdorf, zusammen mit dem Schreinermeister Rolf Schneider aus Betzenstein.

Wir haben miteinander oft geredet, geplant, Projekte durchgeführt, bundesweit, uns an den Erfolgen gefreut, er war mir lange ein Freund. Wir waren miteinander. Einmal haben wir privat zusammen einen Lehmofen gebaut in Ludersheim – das war ein guter Tag.

Und die Forschungsprojektleitung unter Professor Wolfgang Mahlke und Architekt Peter Reinhart unterstützte unser Tun nachhaltig. So viele Baustellen, miteinander, so oft im Bundesgebiet gemeinsam unterwegs. Ralfs Wort "Dem Inschenör ist nichts zu schwör..." hat mich immer gefreut – natürlich auch überfordert – aber da half er mir immer weiter.

Ich kann, in wenigen Zeilen, nicht meine Bestürzung über seinen viel zu frühen Tod aufzeigen, höchstens andeuten. Ich wünsche seiner Frau Christine und den Kindern
weiterhin ein hoffentlich gelingendes, gutes Leben. Nach der Trauer.

Wir haben ein Vereinsmitglied, einen Freund verloren. Er wird uns allen fehlen.

Roland Bayer, Vorsitzender von www.bauen-fuer-geborgenheit.de.

 

Der Tod von Ralf hat mich sehr erschüttert, ich wußte davon nichts. Dass wir alle einmal gehen müssen, der eine früher und der andere etwas später, ist klar, aber Ralf hätte, denke ich, noch etwas Zeit gehabt. In den letzten Jahren habe ich gar nichts mehr von Ihm gehört. Ich wußte nur, dass er krank war. Er bleibt mir als positive menschliche Begegnung in dieser Welt in Erinnerung.

Peter Reinhart, Architekt in Würzburg

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Eine Arbeit von Ralf Wisgalla in Thüringen, im Schulbereich.
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Ralf Wisgalla während der Mitgliederversammlung 2013 (zweiter von rechts).
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Pressemitteilung im März 2017:

Pädagogische Raumkonzepte – Großes Interesse im In- und Ausland


Altdorf bei Nürnberg.
Der Verein Bauen für Geborgenheit und die Rummelsberger Diakonie hatten vor kurzem zum ersten bundesweiten Impulstag für pädagogische Raumkonzepte nach Altdorf eingeladen.

Die beiden Eingangsreferate der Planer Roland Bayer und Roland Nörpel stießen auf großes Interesse. Roland Bayer erläuterte die enge Verbindung von Innenarchitektur, die auf dem Würzburger Modell von Professor Mahlke beruht, und haltgebender, wertgeleiteter Pädagogik. Roland Nörpel informierte über die „patterns of life“ des US-amerikanischen Architekturphilosophen Christopher Alexander, praktisch umgesetzt bei einem Neubauprojekt in Lauf. Beide machten an verschiedenen Beispielen deutlich, wie positiv die Gestaltungsgrundsätze in Kindertagesstätten, Jugendhilfe- und Behindertenhilfeeinrichtungen aufgenommen werden. „Hier stehen Kinder, Jugendliche und die Mitarbeiter im Mittelpunkt“. Die Teilnehmer unterschiedlichster Professionen waren teilweise aus Köln, Hannover und Rosenheim angereist. Der Vormittag wurde durch Thomas Bärthlein und Dr. Bernd Albert abgerundet. „Lernen braucht gute räumliche Strukturen, der Raum muss Halt und positive Orientierung geben, so werden Lernerfolge begünstigt“ so Dr. Bernd Albert bei seinem Bericht über das Sonderpädagogische Förderzentrum vor Ort. Der Nachmittag bot mit sechs inhaltlich unterschiedlichen Workshops und Exkursionen einen vertieften Einblick in die Möglichkeiten von Planung, Umsetzung und Wirkung. Die Abschlussrunde machte deutlich, „dass diese Form von Raumgestaltung aus der Nische geholt werden muss und weitere Fachtage dringend erforderlich sind“, so ein Teilnehmer aus Ravensburg.

Im November 2016 war Planer Bayer eingeladen, in der Provinz Yunnan in China mehrere Träger von KiTas zu diesem fachlichen und baulichen Ansatz zu beraten. Um sich selbst ein Bild zu verschaffen, waren im Februar die Trägervertreterinnen Frau Cui, Frau Wang und Frau Li  zu einem Gegenbesuch vor Ort. Mit großem Interesse wurden zwei Kindertagesstätten in Altdorf und Lauf, sowie die Fach-akademie Altdorf besucht. Die chinesischen Besucherinnen sahen sich durch die Informationen zu pädagogischen und baulichen Entwicklungen in ihrem Tun bestätigt. Die Bildungskonzepte der bayerischen Kindertagesstätten und die Ausbildungsinhalte der erzieherischen Berufe wären für ihre Arbeit in China „wichtig und wir wären dankbar wenn wir hier im Austausch bleiben und gemeinsam weiterkommen“ Zitat Frau Wang. Ein Kurzbesuch im Wilhelm-Löhe-Haus, das dieses Raumkonzept bereits seit 2006 in allen Wohngruppen realisiert hat, rundete den Besuch ab.

„Auch junge Menschen die nicht bei ihren Eltern leben können, erleben hier einen sicheren Ort, der Ihnen für den Alltag Geborgenheit und Ruhe vermittelt“.

Weitere Informationen zur pädagogischen Architektur finden Sie auf der Internet-Seite www.bauen-fuer-geborgenheit.de.

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Februar 2017 – Chinesische Delegation zu Besuch in Altdorf und Lauf


Anfang Februar besuchte eine Delegation aus China das schöne Nürnberger Umland, mit dem Ziel, den bereits 2016 begonnenen Austausch im Bereich der Kindergartenpädagogik zu vertiefen. Bei diesem Besuch, der vom Verein Bauen für Geborgenheit e.V. organisiert wurde, stand die Verbindung von Pädagogik und Raumgestaltung im Vordergrund, welche anhand verschiedener Anwendungsbeispiele des Würzburger Modells illustriert wurde.

Neben einer 1988 in Betrieb gegangenen Kindertagesstätte mit Einbauten und einer 2006 gestalteteten Jugendwohngruppe des Wilhelm-Löhe-Hauses der Rummelsberger Diakonie, bei der Regionalleiter Thomas Bärthlein den ganzheitlichen Ansatz bei Gestaltung und den Betrieb der Einrichtungen durch die Rummelsberger erläuterte, wurde auch der von Roland Bayer innen gestaltete Kindergarten Pusteblume und das Gemeindezentrum in Lauf a. d. Pegnitz besucht, die schon seit einiger Zeit rege Kontakte mit China pflegen.

Die chinesischen Gäste, alle Leiterinnen privater und öffentlicher Träger aus der Stadt Kunming (Provinz Yunnan), waren beeindruckt von der professionellen und feinfühligen Verzahnung von Pädagogik und Innenarchitektur. Sie konnten am eigenen Leib erfahren, wie der Raum als „dritte Haut“ des Menschen fungiert und seinen Bewohnern ein Gefühl von Geborgenheit, Sicherheit und Wärme vermittelt, wodurch die Arbeit der ErzieherInnen und die individuelle Förderung der Kinder spürbar erleichtert wird.

Zum Abschluss hatten die BesucherInnen Gelegenheit dem Unterricht an der Fachakademie für Sozialpädagogik Nürnberger Land beizuwohnen, was für alle Beteiligten ein großartiges Erlebnis war. Es kam zu einem regen Austausch zwischen SchülerInnen, Lehrpersonal und den chinesischen Gästen, bei dem die Distanz zwischen Ost und West erheblich schrumpfte und viele Stereotype in Bezug auf das chinesische, aber auch auf das deutsche Bildungssystem relativiert werden konnten.

Bereichert und begeistert von dieser Begegnung zwischen Ost und West, waren am Schluss alle Beteiligten hoch motiviert, diesen kulturellen Austausch weiter mit Leben zu füllen. Angedacht sind sowohl eine deutsch-chinesische Kindergartenpartnerschaft, als auch eine weitere Zusammenarbeit auf Träger- und Vereinsebene. Die Welt ist in diesen Tagen ein Stückchen näher zusammengerückt, gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung ein wichtiger Schritt.

Andreas Gschwandtl
Brühlstr. 92
76227 Karlsruhe
Germany


Bericht zum Besuch in Kunming, V. R. China, Provinz Yunnan, vom 31.10.-02.11.2016


Bei der Landung am Flughafen in Kunming, Provinzhauptstadt von Yunnan, einer Stadt mit ca. 6,8 Millionen Einwohnern, auf 1900 Metern Höhe gelegen, sah ich eine ungeheure Vielzahl von Solarzellen aufblinken. Und erinnerte mich an einen Bericht aus der P.M. (Peter Moosleitner's Magazin Nr. 11 / 2016, Seite 11 "Mehr Licht!"), in dem dargestellt wurde, daß es in der V.R. China inzwischen mehr Gigawatt Elektroleistung durch Solarzellen gibt, als in der BR Deutschland (43,5 zu 39,7 Gigawatt), obwohl China sich erst vor 34 Jahren unter Deng Xiao Ping in eine stark wirtschaftliche Ausrichtung des Landes aufgemacht hat*.

* aus wikipedia.de: Beschlossen auf dem 12. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas im September 1982 unter Deng Xiaoping wurde u. a.: "Wirtschaftlicher Aufbau, um im Jahr 2000 ein Pro-Kopf-Jahreseinkommen von 1000 Dollar zu erreichen."

Warum sollte China die Fehler des Westens, nach der industriellen Revolution um 1850 herum, machen, wenn es doch jetzt auf den Erkenntnissen derselben aus mehr als 160 Jahren Erfahrung aufbauen kann? So viel Zeit, wie wir uns bei der Entwicklung der sogenannten "grünen Energien" (raus aus der Verbrennungsenergie und dem Atomstrom) lassen konnten, hat weder dieses Land mit ca. 1,4 Milliarden Einwohnern – noch die Welt.

Die Einladung an Bauen für Geborgenheit nach China erfolgte, weil sich eine chinesische Reisegruppe im Sommer 2016 zum Besuch von mehr als 10 Kindergärten in Zentraleuropa sowie Skandinavien aufmachte, und folgendes feststellte:

"Auf mehreren Studienreisen mit chinesischen Kunden haben wir insgesamt mehr als 10 Kindergärten in Zentraleuropa und Skandinavien besucht. Der Kindergarten Pusteblume in Lauf / Gemeindezentrum Sankt Jakob hat dabei meine Kunden als Gesamtkonzept, aber vor allem auch im Bezug auf die kindgerechte und überaus praktische Ausstattung, am meisten überzeugt." Das Gemeindezentrum Sankt Jakob und die Kindertagesstätte "Pusteblume" - Lauf a. d. Pegnitz wurden 2015 eingeweiht.

Direkt nach der Ankunft in der Metropole Kunming und dem Einchecken in das sehr empfehlenswerte Green Lake Hotel, besichtigten wir über zwei Tage hinweg fünf Kindertagesstätten, davon auch zwei unserer Gastgeberin Cuicui, die den "internationalen Standard" anstrebt und das Gemeindezentrum Lauf diesbezüglich als wegweisend empfunden hatte. Die drei weiteren KiTas gehören zu den besten Kunmings und sind in öffentlicher Hand.

Die Kindergärten wirken alle sehr unterschiedlich, die Gruppengrößen liegen bei 36 – 38 Kindern pro Gruppe. Je nach Einkommen der Eltern werden die Gebäude mit gehobenem bis einfachem Raumangebot ausgestattet, meist jedoch ohne große Raumgliederung in Fläche und Höhe versehen.

Die KiTa-Gruppen werden als “Klassen” bezeichnet, wohl weil Lehrer in China von altersher hoch angesehen sind, aber auch, weil die räumlichen Angebote eher eine pädagogische Arbeit ähnlich wie in Schulen erfordern (viele Stühle, Medien-Whiteboards in jeder "Klasse", "Frontalunterricht"...) Das Schlafen findet meist im Gruppenraum mittels Stapelbetten statt. Die Toilettenräume sind oft an die Gruppenräume mittels Durchgang angebaut. Die Flurwände sind häufig vollflächig mit Ausstellungsstücken dekoriert. Filz-Pinnwände sind manchmal eingebaut. Große Hallen / Fluraufweitungen werden nur manchmal funktionell genutzt, z. B. zur Verkehrserziehung in einer KiTa – hier gibt es große, oft noch ungenutzte Raumangebote, die jetzt zunächst zeichnerisch erschlossen werden.

Gute Werk-Ateliers genießen hohe Wertschätzung. Eine ärztliche Untersuchung der Kinder findet täglich statt. Matratzenschränke sind noch nicht bekannt (Platzersparnis), Stapelbetten sind meist in Stauschränken untergebracht.

In einem der neuen Kindergärten war als neue Gestaltungsidee eine obere Ebene mit länglichem Grundriß zu sehen. Viel Wert wird auf die Bücherei-Räume gelegt, von denen einer in Richtung unseres Denkens gestaltet war (Höhendifferenzierung, Teppiche, offene Regale, Nischen) - wofür der Entwerfer zurecht einen nationalen Preis erhielt. Der Schallschutz findet bisher zu wenig Beachtung. Allerdings wird stark auf differenzierte, indirekte Beleuchtung geachtet (siehe die Deckengliederungen).

Es wurden während der zwei Arbeitstage vor Ort die ersten gemeinsamen Schritte für die angestrebte Zusammenarbeit, die dafür benötigten Videos, Fotos, Pläne und Bauvorschriften, die entsprechenden pädagogischen und Bau-Fachleute, sowie ein "memorandum of understanding" vorüberlegt.

Gautama Siddharta, der ursprüngliche Buddha, hat vor circa 2.500 Jahren gesagt: "zu eurer Zeit wird der Westen nach Osten wandern, und der Osten nach Westen." Nennen wir das mal pragmatisch die notwendige Vernetzung des Wissens unserer Tage.

Wir werden weiterhin über diese internationale Zusammenkunft zur "pädagogischen (Innen)-Architektur" in asiatischen KiTas und Schulen berichten. Der Erstbesuch von BfG, die äußerst freundliche Aufnahme und die Begegnungen in Kunming waren "sehr vielversprechend für beide Seiten".

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Oktober 2016 – Neubau eines Wohnheimes für Menschen mit Behinderungen


Seit Ende 2014 plant BfG das Innenleben für einen modernen, dreigeschossigen Neubau in einer süddeutschen Stadt. Im Moment wird die Werkplanung verfeinert, wozu regelmäßige Planungstreffen mit den zuständigen Pädagogen stattfinden. Eines unserer Planungsideale sagt, daß gemeinsam erarbeitete Verbesserungen stetig in die Planung einfließen können müssen, "solange alles noch Papier ist", - und solange die Genehmigungsgrundlage dadurch nicht belangt wird.

Die pädagogischen Kollegen sind seit einigen Vorgängerprojekten mit der Sprache der Planenden, der technischen Zeichnung, vertraut – so können sie wirklich mitreden.

Das Besondere an der hier angestrebten pädagogischen (Innen)Architektur ist, daß die personell stärkste Wohngruppe nur 4 Bewohner aufweist. Neben Einzelappartements gibt es 2er- und 3er-Wohngemeinschaften.

Zum Vergleich: immer noch sind in vergleichbaren Einrichtungen meist 6 – 8 Bewohner pro Wohngruppe der Standard. Bei unserem oben genannten Projekt dagegen hat eine, zur Verselbständigung für Menschen mit Behinderung auffordernde, Individualisierung der Wohnraumangebote und -variationen stattgefunden. Kleinere Wohneinheiten entspannen sicher den "Dichtestreß" der hier zusammen lebenden Menschen mit Behinderung deutlich.

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Einweihung in Cadolzburg am 7. Oktober 2016.
Kinderkrippe / Altenpflege in der Bahnhofstraße


Unter reger Beteiligung von BürgerInnen der Stadt, sowie regionaler und überregionaler Politprominenz weihten Pfarrer Michael Büttner und Dekan Friedrich Schuster den inhaltlich richtungsweisenden Neubau ein. über der erdgeschossig angeordneten 2-gruppigen Kinderkrippe befindet sich die neue Tagespflege für alte Menschen im Obergeschoß. Das bedeutet, daß die Alten ganz automatisch mit den ganz Jungen im Kontakt sind und bleiben. Dies wurde bei den Ansprachen zur Einweihung immer wieder als fortschrittliches Konzept aufgezeigt.

Die Innengestaltung durch Bauen für Geborgenheit, wie auch die ausführende Schreinerei Kunz wurden sehr lobend erwähnt.

Wir werden in nächster Zeit auch zugehörige Zeitungsartikel in dieser Rubrik veröffentlichen.

Alt Und Jung In Cadolzburg Unter Einem Dach - Germany Tribune Globe

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Verabschiedung von Willi Käser bei Regens Wagner Hohenwart,
Amtseinführung von Felix Zerzawy.


Am 21. September 2016 übergab Gesamtleiter Willi Käser die Leitung von Regens Wagner Hohenwart an seinen Nachfolger Felix Zerzawy, den auch wir herzlich willkommen heißen.

Willi war in den letzten 7 Jahren Gesamtleiter der Einrichtungen von RWH und zuvor langjährig Stellvertreter von Schwester Michaela als Gesamtleiterin. Vor diesen Tätigkeiten wirkte er beim Landratsamt Pfaffenhofen.

Eduard Wisgalla und Roland Bayer lernten ihn 1995/96 im Sozialministerium in München kennen, als BfG dort einen "hölzernen" Messestand zu unserem Gestaltungsprinzip, unter Darstellung des Forschungsprojektes von 1986 bis 1991, ausstellte.

In den folgenden Jahren bis heute planten wir zusammen mit Willi etwa 200 Räume in Hohenwart nach unserem Gestaltungsprinzip, bei vier verschiedenen Projekten. Das 5., nun in Pfaffenhofen, sozusagen das Erbe, der Auftrag von Willi Käser, ein dreistöckiges Wohnheim für 24 Menschen mit Behinderung, befindet sich momentan in der Werkplanungsphase. Er will "ab und zu mal mit dem Fahrrad während der Bau- und Innenausbauphase vorbeischauen." Wir freuen uns sehr darauf.

Mit Willi Käser geht ein Macher, ein Verbinder der beiden Welten Pädagogik und Architektur, dem zuallererst und immer das Wohl der Anvertrauten am Herzen liegt, er kannte jeden der behinderten Menschen bei RWS mit Namen und besonderer Fähigkeit. Im wahrsten Sinne ein franziskanischer, dem Leben zugewandter Mensch.

In Dankbarkeit und freundschaftlicher Verbundenheit sagen auch wir heute "Adieu" zu Willi Käser, der uns natürlich trotzdem in seinem (Un)Ruhestand erhalten bleiben wird - so ist er beispielsweise angefragt als Referent zu unserem Impulstag am 21. November 2016 in Altdorf.

Alles Gute und Schöne Dir + Euch, lieber Willi, für die beginnende Zukunft. Gott vergelt´s Dir.

Regens Wagner Hohenwart | Felix Zerzawy folgt auf Willi Käser

Amtsübergabe bei Regens Wagner: Felix Zerzawy folgt auf Willi Käser

MARKT HOHENWART. Einer geht, Einer kommt, Einer bleibt ...

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März–April 2016 – Moderne, aktuelle, wirksame pädagogische InnenArchitektur:
Zweigruppige Kinderkrippe "Zur heiligen Heid" in Cadolzburg – im Fertigungsprozeß


Krippenanbau wurde besichtigt

Bericht über Kita "Zur Heiligen Heid" auf cadolzburg-online.de


Sommer 2016 – Rückmeldung einer chinesischen Reisegruppe zu Besuch in europäischen Kindertagesstätten


Lieber Herr Bayer,

Vielen Dank für das freundliche Telefonat! Wie besprochen in der Signatur meine Kontaktdaten, ich freue mich auf Informationen die ich nach China mitnehmen kann!

Auf mehreren Studienreisen mit chinesischen Kunden haben wir insgesamt mehr als 10 Kindergärten in Zentraleuropa und Skandinavien besucht. Der Kindergarten Pusteblume in Lauf / Gemeindezentrum Sankt Jakob hat dabei meine Kunden als Gesamtkonzept, aber vor allem auch im Bezug auf die kindgerechte und überaus praktische Ausstattung, am meisten überzeugt.

Ich bin gespannt wie's weitergeht und halte Sie auf dem Laufenden.

Bis bald und herzliche Grüße,
Andreas Gschwandtl


Frühjahr 2016 – Jugendliche bauen ihre Zimmer selbst


Seit dem Sommer plant BfG 6 Zimmer für 16 gut integrierte Jugendliche in Franken. Es wird eine, sich an – menschlichen – Grundbedürfnissen ausrichtende Innengestaltung. Nach Flucht und belastenden Erfahrungen finden hier junge Menschen Halt und Sicherheit, die sich auch im Raumkonzept wertschätzend wiederfindet.

Das Besondere, das wesentlich zum Gelingen beitragen wird, ist die Tatsache, daß die Jugendlichen, unter handwerklicher Anleitung, ihre Zimmer nach unseren Plänen selbst herstellen und montieren. Pädagogische (Innen-)Architektur, die teilweise mit einer Sprach- und / oder Handwerksausbildung einhergeht.

Denn:

"Nur das Selbstgeschaffene hat wirklich Wert. Alles fertig Dargebotene stößt den Menschen ab." Ivan Illich.

"Langeweile – das ist Einsamkeit, Mangel an Eindrücken. Langeweile – ein übermaß davon führt zu Lärm und wildem Durcheinander." Janusz Korczak.

Wir denken, daß dieses Projekt nicht langweilig wird.

Flüchtlinge lernen beim Möbelbauwww.rummelsberger-diakonie.de

Projekt in Pfeifferhütte bekommt Finanzspritzen-land.de

jugendliche

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Beispielhaft: Planung Raum für 3 Jugendliche

2016 – "Bewegung macht schlau!", macht sie auch klug?


Ein nachdenklicher Bericht.


Bewährte Schulräume im Jahr 2016


in der Grundschule Neuwerker Weg in Stein, ausgestattet 2005


Appell 2016 – "Wir brauchen pädagogische Architekten, die sozial bauen!"


Ein Bericht des BMBF, Autor: Peer Zickgraf, zum Schulbau vom 26.10.2007, und immer noch aktuell.

Ganztagsschulen: Der Raum ist die Botschaft


Kinderhausflyer


Im KinderHaus für Krippen-, Kindergarten- und Schulkinder ermöglicht der Raum relativ sanfte Übergänge von einer Altersgruppe zur nächsten.

Weitere Vorteile von Kinderhäusern sind nach unserer Meinung

  • räumliche Beständigkeit für Kinder in der Entwicklungsphase
  • eine altersgemässe Durchgängigkeit der räumlichen Gestaltung und dadurch eine haltgebende Orientierung, innerhalb derer verschieden alte Kinder von- und miteinander lernen
  • erfahrungsgemäss ist auch die Elterbindung an das Kinderhaus stark, weil eine lange Vertrauensphase zwischen Kindern, Erziehern und Eltern möglich wird

Auf dem KinderHaus-Flyer werden so gestaltete Räume dargestellt.

Kinderhausflyer download


Juli 2014 – Fortbildung und "Fotosafari"


Fortbildung in Stein am 10. Juli 2014

Die Ergebnisse zur Frage: was fällt Ihnen zu den Begriffen Haus und Wohnen ein, was sind Ihre Ergebnisse?

 

Fotosafari am 1. Juli 2014

Hallo Roland.

Ich reflektiere gern noch mal, was mir von Begegnungen in Erinnerung bleibt.

Unsere „Fotosafari“ führte uns ins RTL-Kinderhaus, eine moderne, als Neubau wohl eine vorbildliche Einrichtung.

Die Arche Noah in Neuendettelsau, die zweite Station, ist für mich jedoch eindrücklicher.
Obwohl die Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahme schon 5 Jahre zurückliegt ist alles noch intakt und ordentlich. Am meisten hat mich die Ruhe beeindruckt. Ein Haus voll mit Kindern und es herrschte konzentrierte Ruhe (nicht Stille). In jedem Raum (Winkel) war Aktivität in Gruppen von 2-3 Kindern. Die selbständig ihrem Spiel, Beschäftigung nachgingen. Sodass die Erzieherin Zeit hat konzentriert mit 2 der Kinder zu arbeiten. In vergleichbaren Einrichtungen ist es für die Kinder häufig schwierig die Strukturen anzunehmen, manchmal gar zu erkennen. Hier können die Kinder und die Erzieher offensichtlich gut mit den Strukturen und den Angeboten leben und lernen. Wir wurden, obwohl Störfaktoren, dort problemlos, ja freudig integriert.
Hier passen Menschen und gebauten Umwelt positiv zueinander.

Ich als Planer fühle mich in meiner Überzeugung, dass: - Aufbauen auf vorhandenen Strukturen nicht grundsätzlich ein Fehler ist, sonder häufig eine planerische Erleichterung - bestätigt.
Hier ist es gelungen die räumlichen Gegebenheiten für die angestrebte Pädagogik sinnvoll mit dem Bestand zu schaffen.
Ich bin ein Verfechter sparsamer Ressourcennutzung.
Alles was wir gedankenarm abreißen und wegwerfen, verliert die bereits investierte und gespeicherte Energie, verbraucht gar noch welche. Alles was wir integrieren können ist Ressourcen- und Energieschonung.
Auf einem weißen Blatt finde ich meist schwerer einen Anfang. Im Bestand fällt mir das oft leicht. Nicht falsch verstehen – keine unsinnigen Abstriche an das Ziel für den Erhalt.
Z.B. lieber einen neuen Baum pflanzen, der langfristig zum Haus passt, als eine Haus krampfhaft um einen Baum herum bauen. Aber auch nicht präventiv schon mal alles wegmachen. Das was passt soll unbedingt bleiben. Das mit dem Baum ist nur ein Beispiel, das kann auf eine Raumabfolge oder eine Treppe genauso zutreffen.
In der Arche Noah sind, so empfand ich es, meine Ideale sehr gut umgesetzt worden.

Lieber Roland vielen Dank für die Eindrücke.

Christoph Heufelder, 90217 Lauf, Architekt - siehe unter Partner.

www.kindergarten-archenoah.de
"RTL - Wir helfen Kindern": RTL-Kinderhaus Nürnberg


2014 – Wie geht Bauen für Geborgenheit an eine Bauaufgabe heran?


zunächst mal gedanklich: was wollen kinder?

19.4.99 Malbücher (© Roland Bayer)


Etwas zum Ausmalen,
zum Anstreichen,
zum Bewegen in,
von den Großen festgelegten Linien,
das sind Malbücher.
Sie sind für kleine Kinder
der Beginn des Sichabfindens,
nichts ändern zu können,
der Fabrikation, des Nachbetens.
Nicht der Phantasie.

Das Malen ist viel mehr.
Die leere Leinwand vor Dir
fordert Dich auf, zu SEIN.
Es fördert
die Intelligenz der Hände und des Geistes.
Es ist das Suchen,
nach einer eigenen Form, einer eigenen Lösung,
nach sich selbst, nach dem Eigen-Sinn.
Wir malen uns selbst.
So unterschiedlich
sind alle Bilder,
weil wir alle so unterschiedlich sind.

Warum gelten die Künstler als frei?
Warum sind alle Kinder Künstler,
und haben damit die Schöpfung in sich?
Warum wollen wir dies verändern?

Warum malt ein Kind
einen Autobus durchsichtig
mit tausend Menschen darin,
über und untereinander,
witzig, gedrängt, miteinander ?
weil dieses Kind SIEHT,
bis das Malbuch
oder der Lehrer oder die Mutter sagt,
so geht es nicht, das stimmt so nicht.

Wir ziehen die Intelligenz
der Hände, des Körpers ab.
Wir vereinheitlichen durch Schablonen.
Durch Malbücher und Mandalas.
Wir erziehen nicht, sondern entziehen.

Reißt lieber Tapeten klein
und gebt den Kindern Fetzen,
Farben, Material, und Werkzeug.
Stellt Werkbänke in eure Wohn-Zimmer, in die Schulräume.
Denn Tätigkeit gibt Freude, Sicherheit und Kraft.
Und Wohnen und Lernen ist mehr als Herumsitzen.
Kinder wissen, was freie Gestaltung ist. Wir sollten voneinander lernen.


dann über eine skizze vielleicht

 

dann über eine genaue betrachtung der bedürfnisse

Fortbildung zur Krippengestaltung
BEDÜRFNISSLISTE von Krippenkindern (auszugsweise)

0 – 1. Jahr

  • Liegen, Rollen, Bewegen
  • Höhen überwinden
  • Hochziehen
  • Wiegen / Schaukeln
  • Schlafen, Nähe zum Erwachsenen
  • Essen usw.

Dazu dienen: Zonen, Matratzen, unterschiedliche Teppiche, Fußbodenheizung, haptische Materialien, verschiedene Sprossen, Schwünge, Übergänge, Netze, Grifflöcher, Holme, Seile, Bewegungsschienen, Körbe, Schaukeln, Schaukelbalken, Stoffsitze, Aufhänge-konstruktionen, Kindermatratzen und Schrank, Schlafkörbchen, Nester, Matratzenlager, Höhlen, Obere Ebenen, Schlafsäcke, Podest + Bänke / Hocker, Triptrap-Stühle, Tisch-klemmstühle, niedrige Bodentische usw.

Im 2. und 3. Jahr (teilweise zusätzlich):

  • Schlafen, Kuscheln
  • Lernen durch Tätigkeit, Bücher betrachten,Theater spielen
  • Ein- und Ausräumen
  • Malen / Kneten
  • im Raum verteilen / Selbständigkeit/ Nischen suchen / Verstecken
  • Bauen auf Stufenlandschaft
  • Verkleiden / Rollenspiel
  • Hüpfen, Klettern, Rennen
  • Konzentriertes Tun, Musik hören
  • Durchstecken durch Formen usw.

Dazu dienen: Liegeflächen, Höhlen, obere Ebenen, Treppen, Wellentreppen, Rampen, Podeste, Weidenzelt, enge Winkel, Regale, Stauraum, Materialangebot, Tafelfläche, Glasfläche, Malrolle, Maltisch, Staffelei, schräge Platte vor Wand, Kleiderangebot, Hüte, Taschen, Spiegel, Tücher, Stoffkiste, Garderobenleisten, Kleiderbügel, Haken, Nischen mit Angeboten, Einerecke, Zweierecke..., „Mauselöcher“, Seilzüge, Mulden usw.

Erst dann folgen erste Skizzen, zusammen mit den Erzieherinnen, an Planungstagen. Aus diesen entsteht irgendwann, zeitnah,  eine Planung, und dann der Raum. Dies Vorgehensweise trifft auf alle Altersgruppen, für die wir planen, zu. Die oben genannten Gedanken beziehen sich auf die aktuellen KinderKrippen-Ausbauten.


2014 – Herr Professor (emeritiert) Wolfgang Mahlke,


ehem. Universität Würzburg und Eichstätt, Bereich Kunst und Sonderpädagogik, bei der Begehung eines eben ausgebauten Kindergarten in Nordrheinwestfalen, in Wuppertal. Mahlke machte zu der Zeit, circa im Jahr 2000, aber auch viele Jahre zuvor, immer wieder Skizzen zu Ausbauprojekten, die dann von der Firma Roland Bayer planerisch und handwerklich durch die Firma SWS (Samson, Wisgalla, Schneider) umgesetzt wurden. In diesem, hier festgehaltenen, Moment verglich der Professor seine Handskizzen mit Werkplänen und dem Ergebnis im Raum.


Juni 2014 – Lieber Herr Architekt Dieter-Lothar Adam von der Landeskirche in München,


"Hochkultur und Lebensqualität" Ihr Wort heute am 5.6.2014 zu unserem "Jour fixe" in Lauf, statt dem üblichen (kommt vom Übel) Hauen und Stechen. Und was hier noch zum Tragen kommt, ist das Fehlen von falschem Stolz. Prof. Wolfgang Mahlke sagte einmal, denke am Hesselberg, Herr Heiner Förderreuther / ehem. Chef der Bauabteilung der Landeskirche, München, war auch bei der Fortbildung dabei: sinngemäß "Stolz kann man, wenn gelungen, auf Kinder oder ein Werk sein, nie aber auf sich." Was auch fehlt, ist das übliche Platzhirsch- und Rangordnungsgehabe, das Herrn Architekt Roland Nörpel z. B. gänzlich, zum Glück, abgeht, irgendwie uns allen. So ist es ein Gemeinschafts-Teamwork, alle ziehen an einem Strick, auf unserer Ebene zumindest, und das setzt enorme Synergie-Effekte frei: Jeder von uns egangiert sich, als wäre es eines jeden eigenes Haus. Wow.
 
Es ist ein Hoch-Genuß, mit Ihnen, mit Euch zu arbeiten. Genau diese Arbeitsweise werde ich in meinem Fachbuch mit Prof. Gerald Hüther beschreiben und empfehlen. Ähnlich empfand ich vor ca. 8 Jahren die Zusammenarbeit mit den Engelhardt-Architekten aus Schwabach, wo wir uns damals ebenfalls trafen.. Herr Architekt Hake, der die Bauleitung hatte, war selbst früher, ist noch Instrumentenbauer nebenbei, ein sagenhafter Mensch. Ist es wirklich ein Zufall, daß diese beiden Planer, Nörpel und Hake, eng mit der Musik zu tun haben, so wie ich ebenso? Ist dieses innere, fachübergreifende Denken, hier nicht ein Glücksfall für jeden Bauherren? Auch das werde ich in dem Fachbuch empfehlen – interdisziplinär zu arbeiten. Lauf als Neubau und Neuendettelsau – KiTa Arche Noah, eine Grundsanierung – sind absolute Musterbeispiele von gelungenen Sozial-Gebäuden, in denen Leben und Jung und Alt gedeihen. Das ist Hochkultur. Denny Spyra, Architekt beim Projekt Kinderkrippe Gräfin Katharina in Stein, reiht sich in diese Bundesliga ganz locker mit ein.
 
Wenn es eine Forderung an Menschen, seien es Architekten, Handwerker oder Pädagogen, eigentlich alle, aufzustellen gilt, dann diese: Worte und Taten sind deckungsgleich. Ich tue, was ich verspreche – Wort und Tat. Klar, vorher das Wort genauestens überlegen, oder höherer Eingebung folgen. Die gibt es.
Wir nennen das hier Spontaneität, von oben betrachtet einfach Heranführung an den großen Wert des Humanismus. Und der Humor, die Kraft, wenn einer sich auch selbst hinterfragt und manchmal belächelt, die die größte uns Menschen eigene ist (sh. Aristoteles).
 
Oh Gott, ein langer Brief wird das, danke Ihnen und Ihrer Geduld. Da ich zukünftig öfter in München zu tun habe – wegen einer Markenschutzgeschichte bezgl. unseres WurfSpiels "Honey", beim Europ. Patentamt,  bin ich dann öfter in Ihrer Nähe. Würde ungern den Kontakt zum Menschen Adam verlieren, klar, der Kalauer liegt nahe – der erste Mensch, aber es ist tatsächlich so, daß Sie einer der wenigen wirklichen Menschen in unserem Gewerbe sind, in Lauf allerdings gibt es – komisch – etliche davon – gleich und gleich ....... und da ich -wirklich- evangelisch und buddhistisch denke, meine ich – das ist zwangsläufig und notwendig. Und vorgedachte Fügung. Sie sind auch ein wiedergeborener Mensch, ganz sicher, siehe Anhang.
 
Mein Angebot an Sie, meinen noch lebenden Onkel, Professor Wilhelm Uhlig (sh. Walhalla bei Regensburg) in seinem Skulpturen-Innenhof an der Maxtormauer zu besuchen, erweitere ich hiermit auf die Menschen Roland Nörpel, Lisa Eryazici, Ahmed Eryazici und Herrn Architekten Roland Bachmann / BDA Nürnberg, der mir bei der Begehung in Nürnberg vor drei Wochen gerne "light my fire" eine anzündete. So ganz verloren steht die Architektur im Sozialbereich doch nicht da – manchmal ist sie wirkliche Baukunst – in Lauf! Denn hier ergänzen sich pädagogisch / innengestalterische Planungstage, auf der die Innengestaltung fußt, mit der sehr gelungenen Architektur von Roland Nörpel, wie auch der Außengestaltung durch Frau Manuela Scheuerer. Also ein rundum – Architektur, Innenraum, Außenraum – pädagogisch nutzbarer Kindergarten mit Krippenbereich. Und die Kirche, der Gemeindessaal, der Erwachsenenbereich mithin ist an Schönheit nicht zu übertreffen. Wir müssen allerdings schnell in die Gänge kommen, Mein Onkel Willi geht ins 86. Lebensjahr und vor zwei Jahren stand es schonmal äußerst knapp um ihn.
 
Welche Termine wären Euch möglich nach Pfingsten – Bitte um Rückmeldung.
 
Mit herzlichem Dank,
meine Grüße von Haus zu Haus
 
mit .-) , Ihr Roland August Bayer

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n-land.de-Bericht vom 27.3.14:
Landesbischof in Lauf

Bedford-Strohm im Evangelischen Gemeindezentrum Kotzenhof
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2014 – Ein weiteres Beispiel


für den gelungenen Einbau in einem Altbau stellt die Innengestaltung im Marianne-Leipziger-Haus der Stadtmission Nürnberg dar. In dem zweistöckigen Sandstein/Fachwerkgebäude wurde 2009 der vorhandene Boden abgeschliffen, von der technischen Abteilung der Stadtmission, unter dem technischen Leiter, Herrn Hans Lindner, das komplette Haus reno- bis restauriert.
 
Die beiden Stockwerke, EG: Bewohnercafe, OG: Fortbildungs- und Therapieräume, wurden dann mittels Anknüpfen am Bestand und Lichtberatung durch die Firma Lampada, Nürnberg, zu einem anheimelnden, und nach Auskunft der Stadtmission funktionierenden Raumgefüge ausgebaut – von der zertifizierten Schreinerei Hermann Horner, Planung Roland Bayer.
 
Innengewande für würdevolle alte Gebäude – eine unserer Aufgaben der Zukunft.
 
Ein sehenswerter Ort, der der Verortung und der Inklusion der sog. Nutzer, also der Bewohner dient. Das päd. Konzept der Einrichtung ist im Internet zu ersehen.









vor dem Umbau

2014 – Im Jahre 1999 ausgebaut, und heute noch im Ursprungszustand in Betrieb


Evangelischer Kingergarten "Gräfin Ottilie" | Ottilienstr. 1 | 90547 Stein | Tel.: 0911 / 67 47 04 | Fax: 0911 / 255 87 11 www.der-kindergarten-in-stein.de (Bildergalerien).

Damaliger Ausbaustand / das Ausbaumaterial: Kiefer, natur, massiv, selbstgefertigte Fliesenbilder der Erzieherinnen. Planung: Roland Bayer, Begleitung und Kunst am Bau: Professor Wolfgang Mahlke. Laut der Leiterin Frau Berit Werner, "der schönste Kindergarten" weit und breit. Nachfolgeprojekt im Jahr 2013: Kinderkrippe Gräfin Katharina, Nürnberger Straße 1 a, 90542 Stein.

Außenansichten


Kinder-Sanitärraum
Fliesenbild und Echtantikglastüre von Prof. W. Mahlke
Fliesenbild von Prof. W. Mahlke

Frühjahr 2014 – Kinderkrippe Gräfin Katharina von Faber Castell in Stein


Im letzten Jahr haben die, vom Verein zertifizierten, Firmen Roland Bayer (Planung), die Schreinereien Hermann Horner, Rolf Schneider und Steven Samson an der Sanierung des ehemaligen Kutscherhauses, Nürnberger Straße 1a in 90547 Stein mitgewirkt - im Bereich Innenausbau nach dem Prinzip "Bauen für Geborgenheit". Die Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Wirsching und Madinger, 90616 Neuhof/Zenn, federführend war hier Herr Architekt Denny Spyra, wird allseits als gelungen bezeichnet. Graf Wolfgang von FaberCastell dankte bei der Einweihung im Oktober 2013 den am Innenausbau beteiligten Mitgliedernvon BfG für das adäquate Innengewand, das pädagogisch gut durchdacht ist, in dem würdevollen, alten Gebäude für ganz junge Menschen.

In drei Kinderkrippengruppen im Erd- und Obergeschoß des ehrwürdigen Sandstein- und Fachwerkgebäudes aus dem 19. Jahrhundert wurden die pädagogisch zuvor an Planungstagen formulierten Schwerpunkte "Naturwissenschaft/Technik, Musik/Sprache, Bewegung/Kreativität" planerisch und handwerklich in materielle Form übersetzt – zur Unterstützung der Kindesentwicklung in diesem entscheidenden Alter, wie auch zur Unterstützung wirksamer pädagogischer Zuwendung. Die 3 Kindergruppen werden wechselweise jeden der 3 Bereiche des Hauses für 4 Monate im Jahr beziehen.
Am 27. Mai 2014 wird hier vor Ort eine Fortbildung zum Thema "Raum für Kinder von 0 – 3 Jahren" unter Leitung von Roland Bayer und Elisabeth Weißkopf, evangelischer KiTa-Verband Bayern e.V., stattfinden, angemeldet sind momentan circa 14 Einrichtungen und deren Leitungen.

In der Buchausgabe "Architektur Metropolregion Nürnberg" # 1013 des Verlages Prinz Carl, Worms, erschien ein mehrseitiger Bericht der Architekten Wirsching & Madinger im Juni 2014, in dem die oben genannten Firmen als Projektpartner genannt werden. Eine weitergehende Zusammenarbeit ist angestrebt.

Hier sehen Sie auf Seite 64 den Beitrag der Architekten Wirsching & Madinger, sowie auf S. 66 die gedruckte Annonce von B.f.G.
www.aw-v-online.net/pageflip/nuernberg-2014/#64

Am 28. Mai 2014 findet dann eine Vorstandssitzung des Vereines im, vor 5 Jahren von uns neugestalteten, Mehrzweckraum im Maria-Augsten-Haus der Stadtmission Nürnberg e. V., Vestnertorgraben 9, statt, bei der es vor allem um die Neugestaltung unserer Internetseite gehen wird, sowie um einen Kurzvortrag von Conny Bayer zum Thema "Ausbaustand von Kindertagesstätten, Schwerpunktsetzung". Zwei Impressionen des Saales, der von Buche und Eiche getragen wird, sehen Sie hier.

Das Buchprojekt "Von Innen nach Außen, erst kommt der Mensch, dann das Haus", das von uns zusammen mit dem bekannten Neurobiologen Professor Gerald Hüther, Universität Göttingen, angestrebt ist, wird momentan um weitere fachliche Texte ergänzt.




Stufenlandschaft der Kindergruppe 3 DG in der Schreinerei Horner aufgebaut
Diese Stufenlandschaft in der Krippengruppe 3 eingebaut
Das Kutscherhaus von außen während der Einbauphase

2014 – Neuer Vorstand


Seit 2014 hat der Verein BfG e. V. einen neuen Vorstand von Fachleuten aus den Bereichen Planung, Handwerk und Pädagogik.

Dieser interdisziplinäre Vorstand strebt an, die Internetseite bis zum Sommer auf den neuesten Stand zu bringen - Zielrichtung wird sein: Lebendigkeit, Content Management, Interaktive Bereiche für unsere SeitenBesucher, Historischer Fotorückblick und fortlaufende Information über aktuelle Projekte.

Am 28. Mai 2014 findet hierzu ein wesentliches Abstimmungsgespräch zur Neugestaltung der website statt. Die Ergebnisse werden hernach umgehend eingearbeitet.


2013 – Krippenflyer


Aufgrund der aktuellen Krippenausbauten in Deutschland stellt der Verein BfG e. V. hier einige nach unserem Prinzip gestaltete Krippenräume sowie ihre inhaltlichen Schwerpunkte vor. Die Projekte fanden in mehreren Bundesländern seit dem Jahr 2009 statt. Die Räume haben sich im täglichen Gebrauch durch Krippenkinder und ihre ErzieherInnen als "sehr fördernd" erwiesen. Planung und Innenausbau erfolgte vor allem durch zertifizierte Vereinsmitglieder. Die Fotos zeigen auch eine gewisse Variationbreite der gewählten Materialien, was dem individuellen Bedarf verschiedener Träger und Betreiber entgegenkommt.

Krippenflyer download


Newsletter Oktober 2012


Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

Herr Gottfried Schilling, ein langjähriges zertifiziertes Mitglied unseres Vereins "Bauen für Geborgenheit Würzburger Modell" hat sich intensiv mit dem Zusammenhang von Bewegung und kindlicher Entwicklung befasst.
In mehreren Kindertagesstätten und Krippen, hat er als Informant und Berater Kindertagesstätten unter dem Stichwort: "Bewegung macht schlau" initiiert.

Inzwischen ist er mit dem Konzept Bewegungskrippe
von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V. mit dem Qualitätssiegel
"Besonders entwicklungsfördernd"
ausgezeichnet worden.

Bitte beachten Sie die Einladung zu Informationsveranstaltungen in Nürnberg, die diesem Newsletter als Anhang beigefügt ist.

Mit freundlichen Grüßen Eduard Wisgalla

Einladung "Bewegung macht schlau"


Neues von unserem Stützpunkt aus Wien von Thomas Abendroth (zertifizierter Architekt).


Drasenhofen verfügt als erster Kindergarten in Österreich über eine Inneneinrichtung nach dem Konzept "Bauen für Geborgenheit – das Würzburger Modell", welches sehr gute Rahmenbedingungen für das Gelingen von Pädagogik bietet. Das Besondere an dem Kindergarten Drasenhofen: hier werden österreichische und tschechische Kindergartenkinder betreut, unterstützt von einer tschechischen interkulturellen Mitarbeiterin.

Broschüre zum Herunterladen und Anschauen:

kigadrasenhofen.pdf


Neues aus unserem Newsletter
Ausgabe September 2010


Mit großem Respekt verfolgen wir die Bemühungen des Bayerischen Kultusministeriums, Chancengleichheit für junge Menschen in der Schullaufbahn zu schaffen.
Kürzlich ist im Fraunhofer-Verlag ein Buch mit dem Titel "Lebensraum Schule" erschienen, das wir im beiliegenden "Newsletter" näher vorstellen.
In dem Buch gibt es einen Beitrag über die Gestaltung von Klassenräumen nach dem "Würzburger Modell".
Es gilt zu beachten, daß die Grundlagen und Gestaltungskriterien des "Würzburger Modells", unabhängig von Strukturen und reformpädagogischen Ansätzen, auf alle Formen und Methoden im Bereich der Schulen, der Kindertagesstätten, der Behindertenhilfe, der Altenhilfe sowie der Jugendhilfe anwendbar sind.
Als zukunftsweisender Beitrag ist "Lebensraum Schule" für Studierende der Schulpädagogik und der Sozialpädagogik besonders zu empfehlen.

Herunterladen:

september 2010.pdf


Der Raum als dritter Erzieher


Seminar der Rummelsberger Fachakademie im Altdorfer Löhnehaus

Altdorf - "Eine sehr angenehme Athmosphäre", "In dieser Einrichtung möchte ich gerne mein Berufspraktikum machen". Das waren Äußerungen von Studierenden der Rummelsberger Fachakademie für Sozialpädagogik anlässlich eines halbtägigen Seminars im Altdorfer Löhehaus.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel (1.08 MB)


Am 29. Oktober 2008 verstarb im Alter von 85 Jahren Professor Wolfgang Mahlke.


Wir nehmen in Ehrerbietung und Dankbarkeit Abschied.
Traueranzeige lesen:

traueranzeige_wolfgang_mahlke.pdf (9.33 KB)


Löhe-Haus-Kinder fotografieren ihre Wohnung


Thomas Bärthlein und Eduard Wisgalla berichten.

Für 25 Kinder und Jugendliche aus dem Altdorfer Löhehaus gab es ein ganz besonderes Ferienerlebnis.

Ausgerüstet mit Digitalkameras ihrer Erzieher durften sie die Einrichtung ihrer 4 Wohngruppen fotografieren.
Seit drei Jahren leben Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahre in dem nach dem "Würzburger Modell - Bauen für Geborgenheit" umgebauten Löhehaus. Bereichsleiter Thomas Bärthlein erläuterte den aufmerksam lauschenden Kindern und Jugendlichen den Fotografier-Auftrag: "fotografiert was euch in euren Wohnräumen gefällt und auch was euch nicht gefällt" so Bärthlein.
Hintergrund der Aktion ist das Interesse der Rummelsberger Jugendhilfe wie die Bewohner der Räume die Gestattungskriterien des Würzburger Modells erleben. Das gleiche Interesse hat auch der Verein "Bauen für Geborgenheit - Würzburger Modell e.V." deshalb konnte Bärthlein zu dieser Aktion auch den 1. Vorsitzenden Diakon Eduard Wisgalla begrüßen. Von ihm erfuhren die Kinder auch das der Name Würzburger Modell mit dem Würzburger Universitätsprofessor Wolfgang Mahlke und mit den Grundlagen seines in Würzburg in die Praxis der Kindertagestätten erprobtem Konzept und mit den Ergebnissen eines Forschungsprojektes, in 6 Einrichtungen in Bayern durchgeführt, zu tun hat.
Nach einer Einführung in die Bedingungstechnik der Digitalkameras machte sie die Kinder und Jungendlichen, anfangs etwas skeptisch dann aber voll begeistert, in Begleitung ihrer Betreuer auf den Weg in ihre Gruppenwohnung um zu fotografieren.

Schon nach einer knappen Stunde kamen die jetzt schon geübten Hobbyfotografen im Großen Saal zusammen um auf einer "Großleinwand" die Ergebnisse ihrer Fotografierkunst an zusehen und vor allem zu kommentieren.
Die im Löhehaus schon langjährig tätige Dipl. Psychologin Petra Stein  hatte es übernommen die Aussagen der Kinder und Jugendlichen zu den von ihnen fotografierten Bilder aufzuschreiben.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen insbesondere, wenn davon ausgegangen wird das keine der jetzigen Bewohner die frühere, für pädagogischen Handeln, unzulängliche Wohnung erlebt hat. So sind von 36 notierten Aussagen 28 positiv zu werten (z.b.: "Das Regal neben dem Schreibtisch ist praktisch und geräumig". "Trotz Doppelzimmer habe ich meinen eigenen Bereich". "Die Aufteilung Küche Wohnzimmer in einem Raum ist schön"." Im Schlafzimmer, viel Platz für eigene Poster"." Die Tafel im Wohnraum ist cool, weil man darauf was schreiben kann". "Der Spiegel ist groß man sieht sich ganz".
Acht Negativnennungen sind notiert worden. Z.B. "Das Sofa ist unbequem und hart". "Die Regale über der Bank am Esstisch sind schlecht, weil man sich den Kopf stößt". (In einer Gruppe): "Der Flur ist zu eng und dunkel". "Der Erzieherbereich, direkt am Wohnzimmer ist blöd, weil man sich gegenseitig stört".
Erstaunlich aber zehn Nennungen die praktische Anregungen zur Verbesserung geben. Z.B. "Der Arbeitsplatz des Erziehers ist gut, sollten aber aufräumen". "Viele leere Fächer in den Regalen, wir wünschen uns Spiele hinein". "Der Essplatz sieht langweilig aus, muß noch mit Bildern gestaltet werden".
Als die Kinder bereits wieder in ihren Wohngruppen waren diskutierten die Erzieher mit Thomas Bärthlein und Eduard Wisgalla angeregt über die Ergebnisse und hatten auch schon konkrete Ideen für die pädagogische und architektonische Umsetzung der Anregungen.
Unter Einbeziehung von Dipl. Ing. Roland Bayer, dem eine ausgezeichnete planerische Arbeit, im Interesse der Kinder bescheinigt wurde, soll über die technischen Details nachgedacht werden.
Der Umbau der Wohngruppen wurde durch das finanzielle Engagement des Löhehaus Förderverein, ermöglicht. Bärthlein wird bei der nächsten Sitzung dem Ausschuss des Fördervereins von den Änderungswünschen berichten.


Neues von unserem Marktschreier


7. Ausgabe September 2008
Herunterladen:

marktschreier_7te_ausgabe.pdf (17.45 KB)


Die Bildungsoffensive beginnt bei der Gestaltung von Klassenräumen


Bericht von: Erich Böllner und Eduard Wisgalla 18. Juli 2008
pressebericht_sulzbach.pdf (26.54 KB)


Positive Peerkultur?


Eduard Wisgalla berichtet über das 1. Altdorfer Fachgespräch:
Thema: Jugendhilfe und Schule begegnen sich.
Mit Professor Dr. Günther Opp, Universität Halle Wittenberg.

Roland Bayer, Martin Schmitz und Eduard Wisgalla berichten:
positive_peerkultur.pdf (30.63 KB)

Herr Martin Schmitz
Prof. Dr. Günther Opp

Vor insgesamt 70 Oberpfälzer Schulräten und Beamten die Verantwortung für die Lehrerfortbildung tragen, eröffnete Regierungsschuldirektor Herbert Heinrich den Vortrag der Altdorfer Experten mit den Worten:
"Ich habe einen Schatz gefunden"


Roland Bayer und Eduard Wisgalla berichten:
schatz_gefunden_spindelhof.pdf (40.91 KB)

Regierungsdirektor begrüßt Teilnehmer
Referenten

Neues von unserem Marktschreier


6. Ausgabe Juli/August 2008
marktschreier_6te_ausgabe.pdf (18.41 KB)


Wilhelm Löhe Haus Altdorf feiert 2006 "runderneuert"
150-jähriges Jubiläum


Hans Peter Schnick, Bereichsleiter, Wilhelm Löhe Haus
artikel_schnick.pdf (218.18 KB)

Das traditionsreiche Löhe Kinderheim wurde vom vor 152 Jahren gegründeten "Verein für weibliche Diakonie" in Altdorf 1998 in Rummelsberger Trägerschaft überführt.
wilhelm_loehe_haus_altdorf_feiert.pdf (208.67 KB)


Das Würzburger Modell, ist die Perspektive, für alle pädagogischen Einrichtungen.


Grußwort von Frau Ministerialrätin Karin Reiser
reiser_karin_grusswort_loehehaus_altdorf.pdf (60.93 KB)


Das aktuelle Interview:


Diakon Wolfgang Hailer
autorisiertes_interwiev_bayreuth_hailer.pdf (22.21 KB)


Informationsmesse, rund um Bildung und Weiterentwicklung


Gymnasium Donau-Ries, Donauwörth
donauwoerth.pdf (18.22 KB)


Fachtag 22.2.2006 - Schwierige Arbeit braucht Unterstützung.


Mit dem Würzburger Modell pädagogische Ziele erreichen.
Planung und Umsetzung
Fachvortrag von Roman Bierig, Betriebsleiter der Rummelsberger Schreinerei
schreinermeister_roman_bierig-vortrag.pdf (31.72 KB)


Weltkindertag 2005


Thema: Die Rechte des Kindes
weltkindertag_2005.pdf (13.61 KB)


Fachtag am 13.10.04 in Regens Wagner Hohenwart - Einführung zum Thema.


Eduard Wisgalla, Vorsitzender des Vereins "Bauen für Geborgenheit"
einfuehrung_ins_thema_wisgalla.pdf (31.64 KB)


Tagungsbericht - Fachtag "Mit allen Sinnen - Räume für Menschen mit Behinderung"


am 13. Oktober 2004 bei Regens Wagner Hohenwart
tagungsbericht_hohenwart.pdf (335.27 KB)


Grußwort/Vortrag von Behindertenbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung Anita Knochner


Fachtagung "Mit allen Sinnen - Räume für Menschen mit Behinderung"
grusswort_knochner_hohenwart_13-10-04.pdf (34.38 KB)